POINT DIGITAL informiert – DSGVO

Was ist die DSGVO?

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist eine neue EU-Verordnung –  also eine Verordnung die in der ganzen EU gilt.

Der Vorteil: Es werden einheitliche Datenschutzstandards im gesamten Unionsgebiet geschaffen. Der bisherigen Datenschutz-Flickenteppich wird damit der Vergangenheit angehören.

Gilt die DSGVO schon?

Ja und Nein. Die DSGVO ist schon am 14. April 2016 vom EU-Parlament beschlossen worden und trat am 25. Mai 2016 in Kraft.

ABER: Die EU-Mitgliedstaaten müssen die DSGVO erst ab dem 25. Mai 2018 verbindlich anwenden.

Muss ich die DSGVO überhaupt beachten?

Wenn Sie sich fragen, ob Sie als Unternehmer die neuen DSGVO Regeln beachten müssen:

Die Datenschutzgrundverordnung gilt für alle Unternehmen, die in der EU ansässig sind.

Aber auch außereuropäische Unternehmen müssen sich an die neuen Regelungen halten, wenn Sie eine Niederlassung in der EU haben oder personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten.

Neuer niedergeschriebener Grundsatz der Datensicherheit (Artikel 32 DSGVO)

Der nun explizit in der DSGVO beschriebene Grundsatz der Datensicherheit umfasst, dass Datenverarbeiter unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und Art, Umfang und der weiteren Umstände und Risikoanalyse geeignete technische und organisatorische Maßnahmen treffen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.

Neu: Recht auf Vergessenwerden (Recht auf Löschung)

In der Datenschutzgrundverordnung gibt es jetzt erstmalig eine eigenständige Regelung zum Recht auf Vergessenwerden: Artikel 17. Das gilt vor allem für Fälle wie den Wegfall des Zwecks der Datenverarbeitung und den Widerruf der Einwilligung.

Neu: Recht auf Datenübertragbarkeit (Datenportabilität)

Auch neu ist das Recht auf Datenübertragbarkeit, das jetzt in Artikel 20 der DSGVO geregelt ist. Das neue Recht gibt Betroffenen die Möglichkeit, ihre Daten zu einem anderen Anbieter „mitzunehmen“. Sie müssen Datensätze deswegen portabel gestalten (können).

Neu: Die Rechenschaftspflicht

Die DSGVO jetzt auch eine Rechenschaftspflicht vor (Artikel 5 Absatz 2). Auf Aufforderung müssen Datenverantwortliche deswegen die Einhaltung aller Datenschutzprinzipien gegenüber der zuständigen Aufsichtsbehörde nachweisen können.

Neuerungen gibt es auch bei der Einwilligung

Hier ist für Sie wichtig: Wenn die Einwilligungen Ihrer Kunden (z.B. zum Newsletterversand) den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen entsprachen, gelten diese Einwilligungen fort.

Es gibt aber trotzdem ein paar Neuerungen im Bereich der Einwilligungen, sodass Sie sich hierzu noch umfassend informieren sollten.

Muss ich meine Datenschutzbestimmungen anpassen?

Die Anforderungen an die Information und Belehrung der betroffenen Personen steigen durch die DSGVO. Die Datenschutzbestimmungen mit allen notwendigen Informationen müssen deswegen zukünftig

• präzise

• transparent

• verständlich

• leicht zugänglich

• in klarer und einfacher Sprache

• sein.

Achtung: Die drohenden Bußgelder sind deutlich höher als früher!

Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro können die Aufsichtsbehörden verhängen. Bei großen Unternehmen und Konzernen drohen sogar noch größere Geldbußen: bis zu 4 % vom weltweiten Konzernumsatz des Vorjahres.

Lassen Sie sich also unbedingt beraten!

Was können Sie tun?

Als Digitalagentur bieten wir Ihnen an, alle bestehenden digitalen Instanzen zu prüfen und ggf. Anzupassen. Melden Sie sich gerne persönlich bei Uns wir legen das weitere Vorgehen gemeinsam fest. Wir prüfen und ggf. Überarbeiten Ihre Impressen und Datenschutzbestimmungen.

 

Quelle: e-recht24.de